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Sonntag, 16. Februar 2014

Schachtel bauen nach Buchbinderart

Ich bin ein Depp! Das muss ich leider gleich mal am Anfang einräumen. Da hab ich nun seit vier Monaten einen Blog, mache einen Schachtelbaukurs und..... vergesse zu fotografieren! Asche auf mein Haupt, bei der nächsten Schachtel werde ich sicher auch den Prozess festhalten, heute gibt es "nur" das Ergebnis.

Ich hatte keine genaue Vorstellung, was auf mich zukommt, als mich meine liebe Kollegin Doro fragte, ob ich Lust hätte, an einem Schachtelbaukurs teilzunehmen. Auf jeden Fall war ich neugierig und sagte Ja! Freitag Abend wollten wir uns treffen, um Material auszuwäheln und Samstag war für den eigentlich Kurs angedacht - das waren die Infos, die ich hatte. Jetzt war´s soweit und allein die Materialauswahl stellte mich (ob meiner unglaublichen Entscheidungsfreudigkeit, wie bereits an anderer Stelle beschrieben) vor eine große Herausforderung. Hatte ich schon erwähnt, dass ich ein großer Fan von Papeterie bin? Ich war im Paradies gelandet! Ein 5-Meter langer Tisch voll von kunstvoll gefertigten japanischen Papieren in allen Farben und Mustern! Superschön! Aber irgendwann muss man sich einfach für zwei Papiere entscheiden: einmal für innen, einmal für außen. Ich bin einfach auf Nummer sicher gegangen und habe türkis genommen. Das ist meine Lieblingsfarbe und die find ich immer schön!

Puh, und dann ging die Arbeit los! Am Freitag Abend bauten wir aus unzähligen einzelnen Pappen in unterschiedlichen Stärken einen Rohling. Mit Korpus, einem Hals (und das ist das besonders Besondere an dieser Schachtel!) und einem Deckel. Wie man sich vorstellen kann, ist das zeitweise Millimeterarbeit, die einfach genau gemacht werden muss, um sich später nicht zu ärgern. Präzision ist ja nicht unbedingt meine Stärke, aber ich hab mir vorgenommen, mein Bestes zu geben.
Die Rohlinge waren fertig und ich voller freudiger Erwartung auf die schöne Papierarbeit am nächsten Tag und gleichzeitig auch voller Respekt vor der bevorstehenden Arbeit.


Der nächste Tag ging noch gar nicht so künstlerisch los, denn da mussten zunächst alle Leimspuren weggefeilt werden. Und das kann schon mal ne Stunde dauern.
Aber danach war es soweit: der Korpus wurde außen beklebt. Jedes Papier musste feinsäuberlich ausgemessen, mit Skalpell geschnitten, eingeleimt und dann mit ruhigen Händen verklebt werden. Spätestens bei dem feinen Rand hatte ich einen deutlich erhöhten Herzschlag, aber die Vorfreude auf das Ergebnis wuchs gleichermaßen. Und nach insgesamt fast 10 Stunden Arbeit war meine erste handgefertigte, selbstgebaute und geklebte Unikat-Schachtel fertig! Und ich suuuuuperstolz!!!! Gefällt sie euch?




Samstag, 21. Dezember 2013

Lastminute-Küchengeschenke zu Weihnachten

Braucht ihr noch ein paar kleine Nettigkeiten für eure Lieben zu Weihnachten? Ich hätte hier ein paar Vorschläge: Glühweinsirup, Lavendel-Gewürz-Salz, Birnensenf und Rosenbutterplätzchen. Getestet und für gut befunden!


Glühweinsirup

Zutaten für 750 ml:
2 Bio-Orangen
2 Bio-Zitronen
1/2l Traubensaft
300 g brauner Kandiszucker
1 EL ganze Nelken
1 TL Pimentkörner
4-5 Sternanis
3 Zimtstangen
2 EL loser Früchtetee

1) Die Orangen und Zitronen mit heißem Wasser waschen und abtrocknen. Von den Früchten mit einem Sparschäler die Schale hauchdünn abschälen und beiseite legen. Den Saft der Früchte auspressen.
2) Zitrussaft, Traubensaft, Kandiszucker, die Gewürze und die Schalen in einen Topf geben. Den Tee in einen Papierfilter füllen, mit Küchengarn zubinden und in die Flüssigkeit legen. Die Mischung erhitzen, einmal kräftig aufkochen und ein wenig köcheln lassen, vom Herd nehmen und 30 Minuten ziehen lassen.
3) Den Teefilter entfernen. Den Sirup noch mal 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend durchsieben, damit die Gewürze und Schalen zurückbleiben. In heiß ausgespülte Flaschen abfüllen, verschließen und abkühlen lassen.

Der Sirup kann mit Rotwein, rotem Saft oder Wasser aufgegossen und erwärmt werden. Verhältnis je nach gewünschter Süße ca. 1:3. Kühl aufbewahrt ist der Sirup mehrere Wochen haltbar.


Lavendel-Gewürz-Salz

Zutaten:
100 g Meersalz
2 TL Anissamen
2 TL Koriandersamen
2 TL Lavendelblüten
2 getrocknete Chilischoten
1 TL Fenchelsamen
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
1/2 TL getrockneter Knoblauch
1/4 TL gemahlener Ingwer
1/4 TL gemahlener Vanille

Die ganzen Samen (Anis, Koriander, Fenchel, Chili) in einer beschichteten Pfanne anrösten. MIt den anderen Zutaten in einen Mörser oder eine Gewürzmühle geben und mahlen.

Birnensenf 

Zutaten: 
1 kg Birnen
30 g gelbes Senfmehl (z.B. Colman´s)
250 ml Birnensaft
150 ml Weißweinessig
150 g Zucker

1) Die Birnen schälen, entkernen und klein würfeln. Birnensat mit Essig und Zucker in einem mittelgroßen Topf langsam zum Kochen bringen und kurz aufkochen lassen. Dabei umrühren, damit sich der Zucker auflösen kann. 200 g Birnenwürfel für 2 Minuten in den heißen Sud geben, mit einer Schaumkelle herausnehmen und beiseitestellen. (WEr keine Stückchen im Senf haben will, kann diesen Schritt auslassen.) Nun die restlichen Birnenwürfel in den Sirup geben und 45 Minuten bei geringer Hitze einkochen. Nach Geschmack ein Sträußchen Thymian dazugeben und nach der Kochzeit wieder herausnehmen.
2) Senfmehl mit 2 EL Sud klümpchenfrei verrühren, mit den pochierten Birnenwürfeln zum Rest geben und weitere 15 Minuten kochen. Dabei ständig umrühren, da die Masse nun fester wird und leicht anbrennen kann. Den Senf in sterile Gläser füllen und vor Verwendung ca. 3 Wochen durchziehen lassen.